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Hier werden in loser Reihenfolge die Flora und Fauna der Gemarkung Bornheim vorgestellt. Wir möchten die Bornheimerinnen und Bornheimer für diese teilweise seltenen Tiere und Pflanzen sensibilisieren, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Naturschutz steht an erster Stelle, damit den derzeit noch vorkommenden Arten nicht das Verschwinden droht.

Beatrix Kammerer aus Dammheim hat sich auf die Suche nach unscheinbaren, unbeachteten oder seltenen Tieren und Pflanzen begeben und wird sie hier vorstellen.

15 Mai 2018

Pfeilkresse

Pfeilkresse

Dieser invasive Neophyt wird auch Türkische Kresse genannt und gehört zu den Kreuzblütlern. Sie wächst als ausdauernde, bis zu 30 cm hoch werdende Pflanze und ist ein Wurzelkriechpionier mit langen Pfahlwurzeln. In der Natur sieht man sie als weißen Blütenteppich, der sich hier offenbar wohlfühlt und immer weiter ausbreitet. Unter günstigen Bedingungen können die Bestände pro Jahr einen Zuwachs von über drei Quadratmetern erreichen. Die Samen der Pfeilkresse schmecken wegen der Senföle scharf und wurden früher anstelle des Pfeffers als Würze verwendet. Ich persönlich mag diese Pflanze nicht - in meinem Garten überwuchert sie die einheimischen Wildpflanzen und ich werde sie nicht mehr los. Fotografiert wurde am Hofgraben, man findet sie aber überall.

15 Mai 2018

Weichkäferpaarung

Weichkäferpaarung

Hier paart sich der etwa 11 bis 15 mm groß werdende Gemeine Weichkäfer, den man ab dem Frühjahr in Wiesen, Gebüschen und an Waldrändern beobachten kann. Die Käfer jagen nach kleinen Insekten, gelegentlich fressen sie auch an jungen Pflanzentrieben. Die schwarz behaarten Larven machen am Boden Jagd auf kleine Insekten, Würmer und Schnecken. Gesehen habe ich diese Käfer fast überall - die Aufnahme entstand am Hofgraben.

15 Mai 2018

Liguster Blattwespe

Liguster Blattwespe

Die etwa 8-13mm groß werdende Liguster-Blattwespe findet man von April bis Juni in Gebüschen, Gärten, an Waldrändern und Böschungen. Sie profitiert von den Böschungsbepflanzungen mit Liguster, an dessen Blättern ihre Larven fressen. Die Blattwespe selbst ernährt sich hauptsächlich von Pollen und Nektar. Fundort ist die nördliche Gemarkungsgrenze an der B 272.

15 Mai 2018

Hundsrose

Hundsrose

Diese bis 3 Meter hoch werdende Wildrose ist von Mai bis Juni mit unzähligen, duftenden, rosafarbenen Blüten umhüllt und bildet im Herbst den wunderschönen Fruchtschmuck mit Hagebutten. Unzählige Insekten profitieren von dieser Heckenrose. Man findet Rosengallen, die durch den Einstich und die Eiablage der Rosengallwespe entstehen, diverse Käfer wie z. B. den grüngold glänzenden Rosenkäfer, Bienen, Schwebfliegen, Hummeln und viele andere Bestäuber. Nicht zuletzt profitieren auch viele Vögel von den Hagebutten. Fundort ist der Hofgraben.

15 Mai 2018

Hirschkäfer Weibchen

Hirschkäfer Weibchen

Der stark gefährdete Hirschkäfer gehört zur Familie der Schröter und ist der größte europäische Käfer. Das Hirschkäfer Weibchen kann schnell mit dem Balkenschröter verwechselt werden, denn optisch sehen sich Hirschkäfer Weibchen (ca. 30 bis 50 mm) und Balkenschröter (ca. 16 bis 32 mm) sehr ähnlich. Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 20 Eier tief in den Boden. Dort, in den Wurzeln von Totholz wie Eichenstümpfen, entwickeln sich die Larven und benötigen dazu bis zu acht Jahre. Danach verpuppen sie sich etwa 20 cm tief im Boden. Dieses Hirschkäferweibchen habe ich am Hofgraben entdeckt.

08 Mai 2018

Federgeistchen

Federgeistchen

Die Federmotte oder auch Federgeistchen genannt, ist nacht- bzw. dämmerungsaktiv und gehört zur Familie der Schmetterlinge. Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von 13 bis 30 mm, welche bei manchen Arten stark gefranst sind. In Ruhestellung sind die Flügel in T-Form vom Körper weggestreckt. Diese Aufnahme entstand in der Nähe des Teichs beim Floßbach-Großgraben.

08 Mai 2018

Landkärtchenfalter

Landkärtchenfalter

Das Landkärtchen, oder auch Landkärtchenfalter genannt, ist ein Tagfalter aus der Familie der  Edelfalter.  Der Name begründet sich auf die Zeichnung der Flügelunterseiten, die mit einem landkartenähnlichen Netz von Linien überzogen sind. Wer im eigenen Garten etwas für das Landkärtchen und andere Falter tun möchte, sollte ein paar Brennnesseln stehen lassen. Daran können sich Raupen und Puppen ungestört entwickeln. Das Landkärtchen wurde zum Schmetterling des Jahres 2007 gewählt. Fundort ist der Floßbach-Großgraben.

08 Mai 2018

Zaunrüben Marienkäfer

Zaunrüben Marienkäfer

Der Zaunrüben-Marienkäfer ist ein Käfer aus der Familie der Marienkäfer mit 12 schwarzen Punkten. Sie werden etwa 8 mm lang und sind meist orange gefärbt. In Mitteleuropa leben die Käfer vor allem auf Zaunrüben und ernähren sich von deren Blättern. Gefunden habe ich diesen Käfer in der nach Norden verlängerten Wiesenstraße.

08 Mai 2018

Parasitierte Raupe

Parasitierte Raupe

Diese, von einer Schlupfwespe parasitierte Raupe, fand ich an einem Blattrand sitzend an der südlichen Gemarkungsgrenze. Die Raupe lebte noch, als die Schlupfwespenlarven aus der Raupe schlüpften und sich neben dieser verpuppten. Dieselbe Raupe bewacht diese nun, indem sie aktiv mit heftigen Bewegungen Feinde abwehrt, bis sie selbst vor Hunger stirbt.

08 Mai 2018

Ohrwurm

Ohrwurm

Früher wurden die Ohrwürmer pulverisiert und gegen Ohrkrankheiten eingesetzt - daher rührt der Name dieser Insekten. Man kennt ihn auch unter den Bezeichnungen Ohrenkneifer, aber der Name trügt. Diese Tiere sind völlig harmlos und ungefährlich, denn die Zangen werden nur zur Jagt auf kleine Insekten und zur Verteidigung eingesetzt. Der Gemeine Ohrwurm ist ein Allesfresser und gilt als Nützling, da er z. B. auch Blattläuse frisst. Fundort ist die nördliche Gemarkungsgrenze neben der B272.

27 April 2018

Weintrauben

Weintrauben

Eine Aufnahme einer Weintraube aus einem der Weinstöcke des Weinlehrpfades am Ortsausgang von Bornheim Kirchstraße Richtung B 272. Dort sind 34 Rebsorten erfahrbar.

27 April 2018

Schildkäfer

Schildkäfer

Schildkäfer werden ca. 6–11 mm lang und man findet sie in trockenen, warmen Lebensräumen. Diese Blattkäfer und deren Larven sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Disteln. Die beiden grünlichgoldenen Käfer Cassida bergeali und Cassida vibex sind sich sehr ähnlich und lassen sich nur durch die Wahl ihrer Nahrungspflanzen unterscheiden. Cassida vibex findet man in der Regel an Ring- oder Kratzdistel, Cassida bergeali an der Wiesen-Flockenblume. Fundort war bei diesem Schildkäfer die „Eh-Da-Fläche“ an der nördlichen Gemarkungsgrenze von Bornheim.

27 April 2018

Bohrfliegenpaarung

Bohrfliegenpaarung

Bei dem hier abgebildeten Bohrfliegenpaar sollte es sich um Chaetorellia jaceae handeln, die man von Juni bis August an Wiesen, auf Ruderalflächen oder an Waldrändern antrifft. Die Weibchen sind mit einem Legebohrer ausgestattet, der für die Eiablage benötigt wird. Nach der Paarung stechen die Weibchen ihre Eier in die Knospen von Flockenblumen oder Kratzdistel. Die geschlüpften Larven entwickeln sich im Innern der Blütenköpfe, wo im Herbst die Verpuppung und Überwinterung stattfindet. Diese winzigen Fliegen erreichen eine Flügellänge von 3,4 bis 4,4 mm und fliegen von Juni bis August. Gefunden habe ich diese Bohrfliegen an der nördlichen Gemarkungsgrenze neben der B 272.

27 April 2018

Keulenschwebfliege

Keulenschwebfliege

Die Gemeine Keulenschwebfliege wird auch als kleine Mistbiene bezeichnet. Sie erreicht eine Länge von 7 bis 9 mm und hat einen sehr schlanken Körperbau. Auffallend sind die keulenartig verdickten Oberschenkel. Man trifft sie an Gewässern, Feuchtbiotopen, Wiesen sowie Feldern in Parks und Gärten, von April bis Oktober vorzugsweise an Doldenblüten an. Ihre Larven ernähren sich von faulendem und verrottendem organischem Material, beispielweise im Kompost oder Mist. Das Foto entstand in der Nähe der „Eh-Da-Fläche“ an der nördlichen Gemarkungsgrenze zwischen Dammheim und Bornheim.

27 April 2018

Stahlblauer Grillenjäger

Stahlblauer Grillenjäger

Dieser eindrucksvolle Stahlblaue Grillenjäger ist eine Langstielgrabwespe. Die Körperlänge dieser Grabwespe beträgt etwa 15 bis 20 mm. Ihr Nest legt sie in den verschiedensten oberirdischen Hohlräumen an, beispielsweise in Halmen vom Riesenschilf, Bienen-Nisthilfen, in Löchern morscher Stämme, hohlen Zweigen usw. Die Larvennahrung, die in die bis zu sechs hintereinander angelegten Brutzellen eingetragen wird, besteht aus den verschiedensten Schreckenarten und wird anschließend mit Grasbüscheln verschlossen, die oft noch aus den Röhren herausragen. Die erwachsenen Tiere ernähren sich hauptsächlich vom Pollen und Nektar der Goldruten und Mannstreu. Da diese Grabwespe sehr wärmebedürftig ist, findet man sie in Siedlungsbereichen, Streuobstwiesen, sonnigen Hängen und Waldrändern. Der Fundort war die südliche Gemarkungsgrenze, neben dem Industriegebiet Landau Ost.

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