22Januar

Erhaltenswertes erhalten

Die Sanierung ortsbildprägender Gebäude ist eine große Aufgabe

Dieser Aufgabe haben sich Lisa Masser und Jan Zimmermann über mehrere Jahre in unendlich vielen Arbeitsstunden mit Herzblut gestellt und so das ortsbildprägende Anwesen Hauptstraße 28 in seiner regionaltypischen Ästhetik für die Zukunft gesichert. Zimmermann web

Überreichung eines gemeindlichen Präsents an (von links) Jan Zimmermann und Lisa Masser durch Ortsbürgermeister Karl Keilen für die vorbildliche Sanierung des Anwesens Hauptstraße 28

 

Die Überreichung eines gemeindlichen Präsents an Lisa Masser und Jan Zimmermann als Anerkennung für deren Leistung soll aufzeigen, dass der Gemeinde der Erhalt des Ortsbildes ein zentrales Anliegen ist. Die Würdigung soll auch dazu dienen, dass andere, die über vergleichbare ortsbildprägende Objekte verfügen, angeregt werden, bei der notwendigen Modernisierung ihrer Gebäude ebenfalls auf den Erhalt des Dorfcharakters noch stärker zu achten.
Im Rahmen der Dorfmoderation waren für den „Altort“ die Themen Dorfbild, bauliches Gestalten und bauliche Entwicklung zentraler Diskussionspunkt. Es wurde die ganze Palette baurechtlicher Einflussmöglichkeiten der Gemeinde auf das Bauen und die örtliche Gestaltung angesprochen. Es waren v.a. die Erstellung von Bebauungsplänen für den derzeit nach § 34 Baugesetzbuch zu beurteilenden Innenbereich (= Altort), der Erlass einer Erhaltungs-, einer Sanierungs- und Gestaltungssatzung. Im Gemeinderat wurden diese rechtlichen Instrumente noch seitens einer Fraktion um den Erlass einer Veränderungssperre ergänzt.
Welche baurechtlichen Instrumente für welche Bereiche eingesetzt werden sollen, das ist derzeit Diskussionsthema im Gemeinderat. Bei der Auswahl der möglichen baurechtlichen Instrumente gilt es, sorgfältig zwischen den gemeindlichen Anliegen und den Interessen der Bau- und Sanierungswilligen abzuwägen, das heißt, dies mit der gesetzlichen Baufreiheit und der Wahrung der Eigentumsrechte nach Art. 14 GG Grundgesetz in Einklang zu bringen. Denn erfolgreiche Dorfentwicklung geht nur mit den Bürgerinnen und Bürgern. Nur wenn Verständnis für die Notwendigkeit bzw. das notwendige Geld hierfür da ist, ist man bereit, bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen mehr Geld in die Hand zu nehmen. Insoweit sind qualifizierte Informationsarbeit und das Aufzeigen von Fördermöglichkeiten für die Bürger häufig zielführender als rechtliche Beschränkungen. Insoweit sollte beim Thema Anreize setzen das gemeindliche Hauptanliegen sein.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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