13September

Die Weinlehrzeile am Neuberg – das „unbekannte“ Bornheimer Highlight

Wenn der Name Bornheim in der Region fällt, dann kommen sofort die Begriffe „Saubrunnen“, „Dorf der Kunst“, „Krippendorf“, „erste Ehda-Gemeinde Deutschlands“ und manch andere Begrifflichkeit mehr.
Ein Bornheimer Highlight, das ebenfalls überregionalen Bekanntheitsgrad verdient, das ist die derzeit nur Insidern bekannte Weinlehrzeile am Neuberg. Hier kann jedermann entlang des Spazierwegs Abzweig von der K42 am Kunststorchennest Richtung Kirchstraße (Knöringer Weg) / Anwesen Gerhard Bach in einer entlang des Spazierwegs verlaufenden Rebzeile 33 verschiedene Rebsorten kennen lernen und über den Herbst deren Trauben vergleichend probieren. Jede Rebsorte ist mit 4 Rebstöcken vertreten und mit einem Namensschild kenntlich gemacht.
20 Weißwein- und 13 Rotweinsorten treten hier gegeneinander an, bekannte Sorten bis hin zu Sorten mit außergewöhnlichen Namen, die Lust auf ein Kennenlernen der Rebsorte machen. Eine kleine Namensauswahl: Rieslaner, Sieger, Auxerrois, Phönix, Herold, St. Laurent, Merlon, Acolon, Cabernet Dorsa – all diese Sorten finden Sie in unserer Lehrzeile. Lernen Sie sie kennen, es lohnt sich.
Eine solche Vielfalt an Rebsorten in einer einzigen langen Weinbergzeile muss man lange suchen – Bornheim hat sie. Die Weinlehrzeile hat das Potential, im gemeindlichen Tourismuskonzept einen Baustein hoher Besucherattraktivität abzubilden und Bornheim als südpfälzischen Weinort mit Weinen hoher Qualität und hervorragenden Winzern zu präsentieren. Für Ideen, wie die Gemeinde dieses Potenzial erschließen kann, bin ich dankbar.
Sie ist aber auch und vor allem eine Weinlehrzeile für die Bornheimer, vor allem für Familien. Es wäre schön, wenn noch mehr Bornheimer jetzt, wo die Trauben reif sind, ihren Spaziergang zur Weinlehrzeile machen und die Vielfalt der Traubensorten probieren würden. Haben Sie den Mut, sich der Trauben in haushaltsüblichen Mengen zu bedienen. Sie warten darauf, gepflückt zu werden, bevor sie die Vögel ernten.

Rudi Brauch an der von ihm gepflegten Bornheimer Weinlehrzeile, in der sich 33 verschiedene Rebsorten zum Kennenlernen präsentieren.
Angelegt wurde die Weinlehrzeile 2008 nach Abschluss der Flurbereinigung auf Initiative des damaligen 1. Beigeordneten Rudi Brauch. Er wurde dabei unterstützt von Waldemar Traxel, Rudi Sommerauer und Horst Wollenschläger. Rudi Brauch pflegt seitdem die Rebzeile ehrenamtlich. Die Kosten der Anlage trägt die Bornheimer Bauern- und Winzerschaft. Hierfür seitens der Gemeinde einen herzlichen Dank und das Versprechen, diesem Highlight einen gebührenden Bekanntheitsgrad zu verschaffen.

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