02Mai

Sie sind wieder da – unsere Wanderimker

Wanderimker1 webWanderimker Reinhold Becki und Imkerlehrling Andreas Martin aus Ottersheim bei der Kontrolle ihrer Bienenvölker am Rapsacker von Gerhard Bach südlich SteinstegWanderimker2 webImker Reinhold Becki überprüft Bienenbrut, Honigeintrag und Bienengesundheit 

Mitte bis Ende April beginnen die großen Rapsfelder mit der Blüte. Dann ist es für die Imker wieder soweit, ihre Bienenvölker in den Raps umzustellen.

In der Bornheimer Gemarkung sind es in 2019 circa acht Hektar Winterraps, die von unserem Vorsitzenden der Bauern- und Winzerschaft Gerhard Bach südlich Steinsteg und entlang des Hofgrabens südlich Wiesenstraße bis Gemarkungsgrenze Essingen angebaut sind.
Die Imker Peter Steimer aus Knittelsheim und Reinhold Becki aus Ottersheim kommen mit einem Teil ihrer Bienenvölker auf Einladung der Bornheimer Landwirte seit Jahren nach Bornheim in die Rapsblüte.
Die Wanderimkerei ist ein großer wirtschaftlicher Vorteil für die Landwirtschaft. Zwar kann sich Raps durch Wind selbst bestäuben. Es entstehen dann aber nur aus ca. 50% der Blüten Samen. Mit Bienen als Bestäuber sind es ca. 90% der Blüten, die Samenkörner ausbilden. In von Bienen beflogenen Rapsfeldern bilden die Pflanzen 15 – 30 Samen pro Schote, während sich in Feldern ohne Bienen nur 1 – 10 Samen pro Schote entwickeln.
Empfohlen ist die Aufstellung von drei bis vier Bienenvölkern je Hektar Raps. Aufgestellt sind für die acht Hektar 24 Völker. Dies führt zu einem Mehrertrag an Rapssamen von bis zu 1 Tonne je Hektar bzw. 30 %. Zusätzlich erhöht sich durch die Fremdbestäubung von Honigbienen, Wildbienen und Hummeln die Keimfähigkeit und der Ölgehalt der Samen.
Für die Imker bietet Raps hohen Honigertrag, er liefert reinen Sortenhonig und ein großes Pollenangebot zur Ernährung der Bienenbrut.
Bevor man jedoch den Honig ernten kann, hat der liebe Gott einiges an Arbeit vorgesehen. So ist immer wieder durch den Imker zu überprüfen, wie es um die Bienenbrut und die Bienengesundheit sowie den Honigeintrag und die Entwicklung der Honigqualität steht.  Ursprünglich hat Honig einen Wassergehalt von 30%. Erst wenn der Wassergehalt auf 17 – 18 % reduziert ist, kann der Honig geerntet werden. Bei höherem Wassergehalt würde der Honig gären und wäre damit ungenießbar.
Es ist immer eine Freude zu sehen, wie durch langjährige gute Zusammenarbeit – hier die unserer Landwirte mit den Imkern – Vorteile für uns alle, für die Natur und für gesunde Lebensmittel bewirkt werden. Hierfür ein gemeindeseitiges Dankeschön.

 

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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