Flora Fauna Header Kmmerer

Hier werden in loser Reihenfolge die Flora und Fauna der Gemarkung Bornheim vorgestellt. Wir möchten die Bornheimerinnen und Bornheimer für diese teilweise seltenen Tiere und Pflanzen sensibilisieren, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Naturschutz steht an erster Stelle, damit den derzeit noch vorkommenden Arten nicht das Verschwinden droht.

Beatrix Kammerer aus Dammheim hat sich auf die Suche nach unscheinbaren, unbeachteten oder seltenen Tieren und Pflanzen begeben und wird sie hier vorstellen.

21 November 2018

Ökologische Rasenmäher

Ökologische Rasenmäher

Eine Beweidung und die damit einhergehende Offenhaltung von Flächen ist vielerorts Voraussetzung dafür, dass sich bestimmte Arten ansiedeln und überleben. Durch die Beweidung entstehen in vielen Gebieten kurzrasige Flächen, die gerne von Vögeln, wie beispielweise dem Star, der Bachstelze und dem Kiebitz zur Nahrungssuche genutzt werden. Aber auch bestimmte Laufkäfer und Heuschrecken nutzen gern intensiv beweidete kurzrasige Flächen. Eine intensive Beweidung mit Schafen wirkt sich auch positiv auf die Qualität des Grünlands aus. So führt eine Beweidung mit Schafen im Frühjahr dazu, dass sich artenreichere Bestände bilden. Das Foto entstand an der Eh-Da-Fläche am nordwestlichen Ortsausgang.

21 November 2018

Totholz als Lebensraum

Totholz als Lebensraum

Der ungenießbare Pappel-Schüppling ist eine Pilzart aus der Familie der Träuschlingsverwandten und ist ein Schwächeparasit. Er bewohnt meist totes stehendes oder in Zersetzung befindliches liegendes Holz, z. B. gefällte Bäume oder Strünke und Lagerholz.

Totholz wird von unzähligen Insekten besiedelt. Darunter sind nicht nur Arten, die sich direkt von Rinde oder Holz ernähren wie viele Käferarten, beispielweise der Eichenbock, der Hirschkäfer oder der Nashornkäfer, sondern auch welche die in irgendeiner Phase ihres Lebens auf Totholz angewiesen sind. Da sind z.B. die verschiedenen Wildbienen wie die Blattschneiderbiene und Wespen wie die Holzwespe, die die von Käfern geschaffenen Gänge für ihre eigene Brut nutzen. Und da sind noch etliche Pilze, die sich auf Altholz ansiedeln und dieses zersetzen.

Beide zusammenmontierten Fotos sind am Wirtschaftsweg hinter der Hornbachvilla aufgenommen worden.

21 November 2018

Heidelibelle

Heidelibelle

Diese Heidelibelle aus der Familie der Segellibellen gehört zu den vergleichsweise kleinen Libellen und misst meist weniger als 4 cm. Die Eiablage wird fast ausnahmslos im Flug in Tandemstellung ausgeführt, wobei das Männchen das angekoppelte Weibchen zur passenden Stelle führt. Die Heidelibelle besiedelt warme, stehende Gewässer. Ihre aus Insekten bestehende Nahrung holt sie sich auch aus entfernteren Wiesen. Fundort ist der Vogelweiher, wo sich momentan sehr viele dieser Libellen tummeln.

12 Oktober 2018

Kleiner Feuerfalter

Kleiner Feuerfalter

Der kleine Feuerfalter ist ein Tagfalter aus der Familie der Bläulinge. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt, im Gegensatz zu anderen Bläulingen. Der Kleine Feuerfalter erreicht eine Flügelspannweite von ungefähr 22 bis 27 mm und man findet ihn von Februar bis Oktober. Er ernährt sich vorzugsweise an den Blüten der Astern, Rossminze und Tauben-Skabiose. Die etwas 15 mm groß werdenden Raupen bevorzugen Ampferarten und Vogelknöterich, worauf das Weibchen auch ihre Eier ablegt. Fundort ist der Gehölzstreifen neben der B272.

12 Oktober 2018

Kleine Mordfliege mit Beute

Kleine Mordfliege mit Beute

Die Kleine Mordfliege gehört zur Familie der Raub- oder Jagdfliegen. Durch ihre räuberische Lebensweise haben die Raubfliegen bei der Regulierung des Ökosystems eine bedeutende Rolle, da sie hauptsächlich pflanzenfressende Insekten jagen, die sie im Flug erbeuten. Man findet sie von Juni bis September an Waldrändern oder Lichtungen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier an Totholz ab. Die im Holz lebenden Larven ernähren sich räuberisch von kleinen Insekten und deren Larven. Das Foto entstand in der Nähe des Vogelschutzweihers.

12 Oktober 2018

Rhombenwanze

Rhombenwanze

Die Rhombenwanze gehört zur Familie der Randwanzen und erreichet eine Körperlänge von 9,5 bis 11,5 mm. Man findet sie überall an warmen Standorten z. B. auf Nelkengewächsen, Horn- und Leimkräutern, wo sie die Pflanzensäfte saugen. Diese Wanze überwintert unter trockenem Bodenstreu oder unter Gehölzen. Gefunden habe ich diese Wanze am Hofgraben.

12 Oktober 2018

Laufkäfer

Laufkäfer

Bei dem hier abgebildeten Laufkäfer handelt es sich vermutlich um den Gewöhnlichen Dammläufer. Die Vielzahl der Laufkäfer ist enorm groß und die Unterscheidung, bedingt auch durch viele Ähnlichkeiten, teilweise recht schwierig. Man müsste schon Koleopterologe sein, um diesen Käfer ganz genau bestimmen zu können. Unumstritten ist jedoch, dass nur sehr wenige Laufkäfer zu den Schädlingen gezählt werden. Ich fand ihn auf einer abgeblühten Möhrenblüte, wie er versuchte sich im Innern zu verstecken, am Ackerrand an der südlichen Gemarkungsgrenze.

26 August 2018

Nachtigall-Grashüpfer

Nachtigall-Grashüpfer

Diese Kurzfühlerschrecke aus der Familie der Feldheuschrecken ist grau-bräunlich variabel gefleckt gefärbt und erreicht eine Größe von etwas 20-25 mm. Der Nachtigall-Grashüpfer bevorzugt trockene und warme Standorte mit offenem Boden, ist aber auch an Wegrändern, Kahlschlägen, Brachen, in Wiesen und Halbtrockenrasen anzutreffen. Diese Art ernährt sich von Gräsern. Die Weibchen dieses Grashüpfers legen die Eier im Boden ab. Fundort ist die Eh-Da-Fläche am Flurstein.

26 August 2018

Nördliche Fruchtwanze

Nördliche Fruchtwanze

Die zwischen 11 und 14 mm lang werdende Nördliche Fruchtwanze gehört zur Familie der Baumwanzen. Ihre variable Grundfärbung reicht von gelbgrau über gelbbraun, rötlich bis dunkelbraun. Ihre Flugzeit dauert von Mai bis September. Zu ihren Futterpflanzen zählen Doldenblütler, Korbblütler und Königskerzen. Die Eier legt sie an den Blattunterseiten verschiedener krautiger Pflanzen ab. Fundort ist der Weinbergsrand nördlich des Flursteins.

26 August 2018

Kleiner Perlmuttfalter

Kleiner Perlmuttfalter

Der Kleine Perlmuttfalter ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter. Als ich die Aufnahme machte, dachte ich erst an einen jungen Kaisermantel, bis ich die Aufnahme zu Hause genauer betrachtete. Die Falter fliegen von April bis Oktober. Die Raupen des Falters ernähren sich von den Blättern des Acker-Stiefmütterchens und leben hauptsächlich auf Äckern oder deren Rändern. Sie sind durch intensive Bewirtschaftung, Anwendung von Spritzmitteln und Flurbereinigungsmaßnahmen gefährdet. Fundort ist die Eh-Da-Fläche am nordwestlichen Ende der Hauptstraße.

26 August 2018

Hottentottenfliege

Hottentottenfliege

Die zur Familie der Wollschweber gehörende Hottentottenfliege erreicht eine Körperlänge von 11 bis 19 mm. Diese Fliege lebt in trockenen und warmen Offenlandschaften; gerne sonnt sie sich auf sandigen Böden. Man kann sie bis zum Herbst auf Blüten beobachten, wo sie sich von Nektar und Pollen ernähren. Ihre Larven leben als Parasiten in Raupen, vermutlich Eulenfalterraupen. Das Foto entstand an der Eh-Da-Fläche am nordwestlichen Ende der Hauptstraße.

21 August 2018

Erlenschaumzikade mit Florfliegeneiern

Erlenschaumzikade mit Florfliegeneiern

Diese Rundkopfzikade gehört zur Familie der Schaumzikaden. Ihre Larven entwickeln sich in Schaumnestern, auch bekannt als „Kuckucksspeichel“ oder „Hexenspucke“. Man findet diese bis zu 9 mm große Erlenschaumzikade von Juni bis Oktober meist in Wiesen, Hecken und Waldrändern, wo sie an Gräsern und Kräutern Pflanzensäfte saugt. Fühlt sich dieses völlig unschädliche Insekt bedroht, kann es sich durch das enorme Sprungvermögen in Sicherheit bringen. Bei der Aufnahme war von den Florfliegeneiern nichts zu sehen. Erst später, zu Hause am Computer, entdeckte ich die kleinen Eier, die sich an Stielen befinden und rund um den Distelstängel abgebracht wurden. Fundort ist der Weinbergsrand oberhalb des Flursteins.

09 August 2018

Große Lehmwespe

Große Lehmwespe

Diese Lehmwespe wird auch Delta-Lehmwespe genannt und gehört zu den Faltenwespen. Das Weibchen erreichet eine Körperlänge von 20 bis 26 mm und legt ihr Lehmnest an Steinen und Mauern an, das aus bis zu sieben Zellen besteht. Die Form des Nestes erinnert an einen getrockneten Lehmklumpen. Da die Nester der Lehmwespen in der Nähe des Menschen angelegt werden, sind sie von mutwilliger Zerstörung stark betroffen. Die Larven werden jeweils mit zwei bis drei Raupen von Spannern oder Eulenfaltern versorgt. Fotografiert habe ich dieses interessante Tier oberhalb der Eh-Da-Fläche an der Wiesenstraße.

09 August 2018

Feldgrashüpfer

Feldgrashüpfer

Der Feldgrashüpfer ist eine Kurzfühlerschrecke, die zur Familie der Heuschrecken gehört. Diese Art findet man an trockenen und warmen Standorten mit dichter Grasvegetation, auch an Acker- und Wegrändern oder Bahndämmen, wo sie sich von Gräsern und Samen ernährt. Die Eier werden unterirdisch in lockeren Böden abgelegt. Das Foto entstand am Feldweg an der B272.

09 August 2018

Gitterspanner

Gitterspanner

Der Gitterspanner wird auch als Kleekräuterrasen-Gitterstriemenspanner oder Kleespanner bezeichnet und ist ein tagaktiver Nachtfalter. Dieser hübsche Schmetterling erreicht eine Flügelspannweite von ungefähr 25 mm und ist im offenen Grasland weit verbreitet, wo er Blüten besucht. Die Raupen leben an verschiedenen Schmetterlingsblütlern wie , Kleearten, Ginster, Wicken und Luzerne. Der Gitterspanner entwickelt zwei Generationen im Jahr und fliegt von April bis Anfang September. Das Foto entstand am Feldweg an der B 272.

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