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Hier werden in loser Reihenfolge die Flora und Fauna der Gemarkung Bornheim vorgestellt. Wir möchten die Bornheimerinnen und Bornheimer für diese teilweise seltenen Tiere und Pflanzen sensibilisieren, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Naturschutz steht an erster Stelle, damit den derzeit noch vorkommenden Arten nicht das Verschwinden droht.

Beatrix Kammerer aus Dammheim hat sich auf die Suche nach unscheinbaren, unbeachteten oder seltenen Tieren und Pflanzen begeben und wird sie hier vorstellen.

13 Juni 2018

Paarung der Pinselkäfer

Paarung der Pinselkäfer

Diese drolligen Pinselkäfer entdeckte ich in einer Brombeerhecke neben der Draisinenbahnstrecke, während sie sich gerade paarten. Wie man unschwer erkennen kann, gehört der Gebänderte Pinselkäfer zu den Blatthornkäfern, wie auch die Rosenkäfer und erreicht auch in etwa deren Größe. Durch seine wollige Behaarung sieht er Hummeln ähnlich und schütz ihn dadurch vor Fressfeinden. Diese Käfer ernähren sich vorwiegend von Pollen der Doldengewächse und sind somit auf blühende Wiesen angewiesen. Die Käferlarven leben in vermoderndem Holz.

13 Juni 2018

Trauerrosenkäfer

Trauerrosenkäfer

Der selten gewordene und gefährdete Trauer-Rosenkäfer gehört unverkennbar zur Familie der Rosenkäfer. Der leicht behaarte Käfer wird zwischen 8 bis 12 mm groß, ist schwarz gefärbt mit kleinen weißen Flecken auf den Flügeldecken. Er lebt in warmen Gebieten wie Nordafrika und im Mittelmeerraum, selten auch in Süddeutschland. Man findet ihn an Waldrändern und Blütenwiesen von Mai bis Juli. Fundort ist ein Blühstreifen südlich des Vogelschutzweihers.

13 Juni 2018

Raupe des Tagpfauenauges

Raupe des Tagpfauenauges

Nachdem die Weibchen des anmutigen Schmetterlings die Eier an den Futterpflanzen abgelegt haben, schlüpfen die Raupen des Tagpfauenauges nach etwa zwei bis drei Wochen und ernähren sich fast ausschließlich von der Großen Brennnessel, seltener von anderen Brennnesselarten. Diese Raupen findet man in großer Zahl überall dort, wo die Große Brennnessel wachsen kann und darf – beispielsweise in Gärten, an Weges- und Waldrändern. Das Foto entstand in der Nähe des Vogelschutzweihers.

13 Juni 2018

Holzbiene

Holzbiene

Die hummelförmige Holzbiene hat ihren Namen, da sie im Totholz ihre Nistgänge selbst anlegt. Mit ihrer stattlichen Körpergröße von 23 bis 28 mm ist sie die größte heimische Bienenart. Diese bläulich-schwarz gefärbte, wärmeliebende Biene fliegt von April bis August sonnige Biotope mit großer Blütenvielfalt und starkem Totholzanteil an. Fundort ist ein Blühstreifen südlich des Vogelschutzweihers.

13 Juni 2018

Wiesen-Glockenblume

Wiesen-Glockenblume

Die Wiesenglockenblume wächst als zweijährige bis mehrjährige aufrechte Pflanze und erreicht Wuchshöhen bis zu 80 cm. Man findet sie in trockenen, mageren Wiesen und an Weg- und Heckenrändern. Die Blüten stehen in einem lockeren, rispigen Blütenstand zusammen und werden gerne von Bienen besucht. Die vielen Samen werden durch Löcher, ähnlich wie bei einem Salzstreuer, ausgestreut. Fundort ist der Wirtschaftsweg zwischen Hornbach und Floßbach-Großgraben.

22 Mai 2018

Wiesensalbei

Wiesensalbei

Die blau-violetten Blüten des Wiesensalbeis sind eine Augenweide, aus der Familie der Lippenblütler. Die viele Jahre alt werdende Staudenpflanze wird bis zu 60cm hoch und blüht von etwa Mai bis August. Sie ist ein wahrer Insektenmagnet und wird gerne von Hummeln und Bienen angeflogen. Man findet sie an trockenen und sonnigen Stellen wie z. B. in Wiesen und an Wegrändern. Außerdem ist sie heilkräftig, wenn auch nicht mit so intensiver Wirkung wie die des Gartensalbeis. Fundort ist das nordwestliche Ende der Hauptstraße in der “Eh-Da-Fläche“.

22 Mai 2018

Grünes Perlenauge

Grünes Perlenauge

Das Grüne Perlenauge findet man von Mai bis August in Wiesen, an Waldrändern und in Hecken. Es gehört zu den Netzflüglern und wird ungefähr 10 mm lang. Diese Florfliegenart ernährt sich räuberisch von Blattläusen sowie auch deren Larven. Man findet sie überall dort, wo sich auch Blattläuse breitmachen – in Wiesen, Feldern, Heckensäumen und Gärten. Fundort ist der Weg hinter der „Hornbach-Villa“.

22 Mai 2018

Graszünsler

Graszünsler

Diesen hellen Graszünsler findet man zwischen Juli und August in Wiesen, auf Weiden oder Ruderalflächen. Diese Motte wird etwa 21 - 28 mm groß und gehört zu den Schmetterlingen bzw. Nachtfaltern. Ich fand ihn neben der B272 auf einem Grashalm sitzend.

22 Mai 2018

Grünrüssler

Grünrüssler

Die etwa 3,5 bis 6 mm lang werdenden Grünrüssler gehören zu den Rüsselkäfern. Die silbrig bis grüngoldenen Blattnager sind tagaktive Tiere, man findet sie meist auf Blättern von Laubbäumen, von denen sie sich ernähren. Ihre Larven leben in und von den Stängeln verschiedener Wildpflanzen und schlüpfen erst im nächsten Frühjahr. Fundort ist der parallel verlaufende Wirtschaftsweg neben der B 272.

22 Mai 2018

Herr und Frau Gans

Herr und Frau Gans

Dieses Gänsepaar fand ich neben dem Teich am Floßbach-Großgraben. Die Kanadagans ist ein Vogel aus der Familie der Entenvögel, kommt ursprünglich aus Nordamerika und ist seit etwa 1970 in Deutschland aufzufinden. Diese Wasservögel benötigen Gewässer von min. 1m Tiefe und an das Gewässer angrenzendes Weidegebiet. Ihre Nester legen sie auf festem Grund an, von wo aus sie das Gebiet gut beobachten können.

15 Mai 2018

Pfeilkresse

Pfeilkresse

Dieser invasive Neophyt wird auch Türkische Kresse genannt und gehört zu den Kreuzblütlern. Sie wächst als ausdauernde, bis zu 30 cm hoch werdende Pflanze und ist ein Wurzelkriechpionier mit langen Pfahlwurzeln. In der Natur sieht man sie als weißen Blütenteppich, der sich hier offenbar wohlfühlt und immer weiter ausbreitet. Unter günstigen Bedingungen können die Bestände pro Jahr einen Zuwachs von über drei Quadratmetern erreichen. Die Samen der Pfeilkresse schmecken wegen der Senföle scharf und wurden früher anstelle des Pfeffers als Würze verwendet. Ich persönlich mag diese Pflanze nicht - in meinem Garten überwuchert sie die einheimischen Wildpflanzen und ich werde sie nicht mehr los. Fotografiert wurde am Hofgraben, man findet sie aber überall.

15 Mai 2018

Weichkäferpaarung

Weichkäferpaarung

Hier paart sich der etwa 11 bis 15 mm groß werdende Gemeine Weichkäfer, den man ab dem Frühjahr in Wiesen, Gebüschen und an Waldrändern beobachten kann. Die Käfer jagen nach kleinen Insekten, gelegentlich fressen sie auch an jungen Pflanzentrieben. Die schwarz behaarten Larven machen am Boden Jagd auf kleine Insekten, Würmer und Schnecken. Gesehen habe ich diese Käfer fast überall - die Aufnahme entstand am Hofgraben.

15 Mai 2018

Liguster Blattwespe

Liguster Blattwespe

Die etwa 8-13mm groß werdende Liguster-Blattwespe findet man von April bis Juni in Gebüschen, Gärten, an Waldrändern und Böschungen. Sie profitiert von den Böschungsbepflanzungen mit Liguster, an dessen Blättern ihre Larven fressen. Die Blattwespe selbst ernährt sich hauptsächlich von Pollen und Nektar. Fundort ist die nördliche Gemarkungsgrenze an der B 272.

15 Mai 2018

Hundsrose

Hundsrose

Diese bis 3 Meter hoch werdende Wildrose ist von Mai bis Juni mit unzähligen, duftenden, rosafarbenen Blüten umhüllt und bildet im Herbst den wunderschönen Fruchtschmuck mit Hagebutten. Unzählige Insekten profitieren von dieser Heckenrose. Man findet Rosengallen, die durch den Einstich und die Eiablage der Rosengallwespe entstehen, diverse Käfer wie z. B. den grüngold glänzenden Rosenkäfer, Bienen, Schwebfliegen, Hummeln und viele andere Bestäuber. Nicht zuletzt profitieren auch viele Vögel von den Hagebutten. Fundort ist der Hofgraben.

15 Mai 2018

Hirschkäfer Weibchen

Hirschkäfer Weibchen

Der stark gefährdete Hirschkäfer gehört zur Familie der Schröter und ist der größte europäische Käfer. Das Hirschkäfer Weibchen kann schnell mit dem Balkenschröter verwechselt werden, denn optisch sehen sich Hirschkäfer Weibchen (ca. 30 bis 50 mm) und Balkenschröter (ca. 16 bis 32 mm) sehr ähnlich. Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 20 Eier tief in den Boden. Dort, in den Wurzeln von Totholz wie Eichenstümpfen, entwickeln sich die Larven und benötigen dazu bis zu acht Jahre. Danach verpuppen sie sich etwa 20 cm tief im Boden. Dieses Hirschkäferweibchen habe ich am Hofgraben entdeckt.

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